Über uns

Der Kulturverein Schneverdingen e.V.

Den Kulturverein Schneverdingen, zeitweise unter anderem Namen, gibt es schon seit über 40 Jahren. 2001 übernahm ein Team um Hartmut Fach, Dr. Carsten Bargmann, Axel Baumung, Sonja Kruse, Bettina Stieper, Wolfgang Schubert und Petra Ziehmann  mit einigen Mitstreitern die Leitung des Vereins. Diese Führungsriege ist bis heute aktiv, unterstützt von 10-20 Personen, die projektbezogen, je nach Interesse, einzelne Veranstaltungen planen und organisieren. Dabei legt der Verein sehr viel Wert auf ein breit gefächertes Angebot, das alle kulturellen Bereiche abdecken und alle Altersgruppen ansprechen soll. So werden bis heute u. a. Theateraufführungen (hochdeutsch und plattdeutsch), Konzerte (von Klassik über Blues, Rock und Pop bis hin zu Nachwuchsbands), Lesungen, Kinderprogramme, Seniorenprogamme, Kino, Tanzveranstaltungen, Musik- und Theaterworkshops, Ausstellungen, Dia-Vorträge und Veranstaltungen zur politischen Bildung angeboten.

Die Anzahl der Veranstaltungen wurde kontinuierlich gesteigert. Waren es 2001 noch 8 Veranstaltungen, 2011 76 Veranstaltungen, so sind es 2013 über 100 ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen gewesen.

Besonderen Wert legt der Kulturverein auf Kooperationen mit anderen Vereinen, Organisationen und Einrichtungen in Schneverdingen. Das mindert auf der einen Seite das finanzielle Risiko, auf der anderen Seite sorgt es auch für mehr Publikum. So werden unter anderem mit den Kirchengemeinden (Peter und Paul Schneverdingen, Markusgemeinde Schneverdingen, Friedenskirche Heber, buddhistischen Meditationshaus Lünzen, katholische Kirchengemeinde St. Ansgar), der Alfred Töpfer Akademie (NNA), der Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng, dem Heimatbund Schneverdingen, dem Stadtjugendring Schneverdingen (SJR), dem Alten- und Seniorenheim „Der Tannenhof“, der Stadt Schneverdingen, der Schneverdingen Touristik, der Stadtbücherei, der Musikschule im Heidekreis, dem Jugendbereich der Freizeitbegegnungsstätte (FZB), den Schulen (KGS Schneverdingen, Grundschule in Hansahlen, Grundschule am Osterwald, Grundschule am Pietzmoor), der Deutsch-polnischen Gesellschaft, dem Bündnis gegen Rechts, dem Lions-Club Schneverdingen, dem Handels- und Gewerbeverein (HGV), dem Mehrgenerationenhaus, einzelnen Geschäften (z. B. Famila-Markt, Gärtnerei Bruinenberg, Frisör Habermann), dem Atelier de Bruycker, Gastronomiebetrieben (z. B. Hotel Camp Reinsehlen, Musik-Kneipe Blue Bird, La Habana, Löwenbräu, Sportler-Treff, Landhotel Schnuck und Landhaus Höpen) gemeinsame Veranstaltungen angeboten.

Das hat natürlich zur Folge, dass der Kulturverein in sehr vielen Räumlichkeiten seine Veranstaltungen präsentiert: in Kirchen, auf dem Gelände des Heimatbundes, in Schulen, in Gaststätten, im Altenheim, Open Air, in Geschäften (z. B. Famila-Markt, Gärtnerei Bruinenberg, Frisör Habermann, Druckerei Carstens), im Bürgersaal und im Jugendbereich der FZB, in der Stadtbücherei oder auf Hof Möhr (NNA). Das bedeutet aber auch einen großen Aufwand, stärkt jedoch das Netzwerk unter den Partnern.

Zu den vielen „normalen“ Veranstaltungen hat der Kulturverein eine Reihe überregionaler Großprojekte ins Leben gerufen, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind:

Die KulturNacht (seit 2003, alle 3 Jahre): Bei diesem Open Air-Event präsentieren Profis und regionale Künstler auf mehr als 20 Bühnen Kleinkunst vom Feinsten (Vergleich „Kleines Fest im großen Garten“ in den Herrenhäuser Gärten in Hannover). Es gibt Theater, Musik, Tanz, Comedy, Akrobatik, Walk-Acts und Lesungen, so dass jeder Gast sich sein Programm individuell zusammenstellen kann. Bei gutem Wetter kommen mehrere Tausend Gäste in den innerstädtischen Walter-Peters-Park.

Supergute Tage (seit 2005, alle 3 Jahre): Hierfür engagiert der Kulturverein einen Zirkus, der eine Woche mit ca. 200 Kindern einer Schneverdinger Schule eine Gala-Vorführung einübt, die dann am Ende der Woche präsentiert wird. Abends nutzt der Kulturverein das Zelt für kulturelle Veranstaltungen, bei denen unter anderem Dieter Hildebrand, das Ohnsorg-Theater, die Bremer Shakepeare Company oder die A Capella- Gruppe Ganz Schön Feist  auftreten. Das Zelt hat eine Größe von ca. 400 Sitzplätzen und ist fast immer ausverkauft gewesen.

LeseZeichen (seit 2004, alle 3 Jahre): Für 10 Tage verwandelt sich Schneverdingen in eine Bücherstadt. Über 12 Lesungen, ein Bücherflohmarkt und ein großes Rahmenprogramm, bei dem sich natürlich auch alles ums Lesen dreht (Schreibwettbewerb an Schulen, „Ausgesetzte Bücher in der Heidebahn, etc.). Mit über 1000 Gästen zu LeseZeichen 2004 und 2007 waren die Veranstaltungen sehr gut besucht. U. a. haben Rolf Becker, Harry Rowohlt, Wladimir Kaminer, Horst Evers und Heinz Rudolf Kunze gelesen. Die Veranstaltungen finden in den ungewöhnlichsten Veranstaltungsräumen statt: in einer Reithalle, im Schafstall, beim Frisör, im Moor oder im italienischen Restaurant.

Offene WerkRäume: Seit 2007 öffnen Künstler und Künstlerinnen am 1. Mai jeden Jahres in und um Schneverdingen Ihre Ateliers und Ihre Gärten. Als Kennzeichen dient ein „Blaues Band“ an der Straße. Der Kulturverein organisiert die Veranstaltung und veröffentlicht einen Katalog mit Angaben zu den Künstlern und Adressen.

Blues, Roots & Song: Seit 2006 findet jedes 2. Juli-Wochenende auf dem Freiluftgelände des Heimatbundes ein großes Musik-Festival mit 500 bis 800 Gästen statt. Jeweils drei international bekannte Bands treten auf, zu denen u. a. Abi Wallenstein & BluesCulture (D/GB), Stefan Stoppok (D), Memo Gonzales & The Bluescasters (USA/D), Louisiana Red (USA), Heinz-Rudolf Kunze (D), B.B. & the Blues Shacks (D) und Big Daddy Wilson & Doc Fozz (USA/D) gehörten.

 

Zusätzlich organisiert der Kulturverein gemeinsam mit der Stadt Schneverdingen das Stadtfest (alle 3 Jahre) und gestaltet dabei eine der 3 Hauptbühnen mit Programm für 3 Tage.

 

Aus der Aktivität in der Zukunftskonferenz ist 2008 ein weiteres Großprojekt entstanden: Unter dem Thema „Schneverdingen wird zum Bankenviertel“ hat der Kulturverein Schneverdingen federführend und in Kooperation mit dem HGV, der Stadt Schneverdingen und der Schneverdingen Touristik versucht, durch Freiraumgestaltung die Attraktivität der Innenstadt zu verbessern. Mit Erfolg: Während der Sommermonate 2008 konnten Schneverdinger und Gäste 66 künstlerisch gestaltete Bänke in den Straßen und Geschäften bewundern und besetzen. Dazu gab es eine große Auftaktveranstaltung und einen 90-seitigen Katalog.

 

Derzeit arbeitet der Kulturverein in der Stadtmarketing-AG „Kunst im öffentlichen Raum“ an einer Fortsetzung dieser Aktion mit dem Titel „Schneverdingen spannt Rettungsschirme“, bei der ab Sommer 2012 auf öffentlichen Plätzen „Rettungsschirme“ in Schneverdingen aufgestellt werden. Auch wenn man heute mit dem Begriff fast zwangsläufig die Stabilisierung und Rettung des Euro in Verbindung bringt, glauben wir, dass es heutzutage in vielen Bereichen notwendig ist schützende Rettungsschirme aufzuspannen. Neben den Staaten wie Griechenland und Portugal brauchen beispielsweise auch Raucher, Erixx-Bahnfahrer, HSV-Fans, Linda - die Heidekartoffel, Eisbären, Heideflächen oder Menschenrechte einen Rettungsschirm. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Für die kreative, künstlerische Umsetzung sind regionale KünstlerInnen verantwortlich, denen dafür die geschützten Innenflächen der Rettungsschirme zur Verfügung stehen.

 

In folgenden Gremien arbeitet der Kulturverein aktiv an der Stadtentwicklung mit:

„Bündnis gegen Rechts“ und in der Lenkungsgruppe „Stadtmarketing“ sowie in mehreren Arbeitsgruppen des Stadtmarketingprozesses (u.a. in den AG „ehrenamtliches Kino Schneverdingen“, „Kunst im öffentlichen Raum“, „Event-Planung“ und „Stadt-Image“).

 

Seit März 2009 hat der Kulturverein auch ein eigenes Zuhause. Die KulturStellmacherei in der Oststr. 31 wurde am 20. März 2009 eröffnet. Über ein Jahr arbeiteten Vorstand und Freunde des Kulturvereins, neben den vielen Veranstaltungen, ehrenamtlich an dem Umbau einer ehemaligen Stellmacherei bzw. eines ehemaligen Geschäftshauses. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Verein verfügt jetzt über ca. 200 m² Nutzfläche für einen kleinen Veranstaltungsraum mit ca. 60 Sitzplätzen, einen Raum für Kunstausstellungen, eine Lounge mit Tresen und 18 Plätzen, eine kleine Küche, Abstellräume und sanitäre Einrichtungen. Die Miete übernimmt die Stadt (200,- monatlich), die Nebenkosten trägt der Verein (150,- monatlich). Die gesamten Umbaukosten beliefen sich auf ca. 60.000,-, davon übernahm die Stadt 16.000,- für Möblierung und Renovierung, 6.000,- steuerte der Kulturverein durch Eigenmittel bei. Alle anderen Kosten, die sich auf ca. 40.000,- beliefen, wurden über Spenden, Eigenleistungen und Unterstützung durch Firmen und Geschäfte aufgebracht. Mit Untervermietungen (z. B. an Musiklehrer oder für Workshops) versucht der Verein, das Gebäude zusätzlich zu den eigenen Veranstaltungen zu beleben und die Nebenkosten zu refinanzieren. Neben der größeren Unabhängigkeit ist dem Verein die sichtbare Präsenz in der Stadt besonders wichtig. Als zusätzliches Angebot erarbeitet der Kulturverein derzeit ein Konzept für ein kleines ehrenamtliches Kino in Schneverdingen. Gemeinsam mit dem SJR und dem Jugendbereich der FZB soll ein Werkstattgebäude an der KulturStellmacherei dafür umgebaut und genutzt werden.

 

Der Kulturverein verfügt außerdem über ein Jugendorchester und über eine Künstlergruppe mit dem Namen „Das blaue Band“. Seit September 2014 gibt es in Kooperation mit der Grundschule Hansahlen und der Calluna Bühne eine TheaterSchmiede für alle Schneverdinger Dritt- und Viertklässler. Einmal wöchentlich proben die angemeldeten Kinder auf der Bühne in der Grundschule Hansahlen.

Wenn sich Akzeptanz und Erfolg messen lassen, dann an der Mitgliederentwicklung. Angefangen hat der heutige Vorstand 2001 bei 98 Mitgliedern, im August 2014 waren es schon 841! Eine imposante Zahl für eine Stadt von 18.000 Einwohnern.

Der Kulturverein Schneverdingen e.V. wird unterstützt vom
Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur

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und der LAGS - Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur

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