GeDenkMal: Ausstellung Otto Quirin – Menschen im Widerstand gegen das NS-Regime

Datum/Zeit
27.1.2019
11:30
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Veranstaltungsort
KunstRaum in der KulturStellmacherei


Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt.

Anlässlich des Holocaust-GeDenkTages zeigen wir in der Ausstellung Porträts von Menschen, die im Widerstand gegen das NS-Regime ihr Leben verloren.

Der Maler Otto Quirin war als Jugendlicher zur Teilnahme am zweiten Weltkrieg eingezogen und erst bei der Flak, später in Russland mehrfach schwer traumatisiert worden. Über seine Erlebnisse spricht er nicht gern. Derart sensibilisiert, bewegte ihn die Rede Joachim Gaucks am 20. Juli 2014 in Berlin zum 70. Jahrestag des Attentats zutiefst. Der Bundespräsident redete nicht pastoral, seine Würdigung der damaligen Vorgänge und ihrer Erfolgsquoten entsprach Quirins Einstellung und Empfinden. Er beschloss noch 2014 mit seinen Mitteln zur Bekanntmachung der Widerstandskämpfer beizutragen, indem er Porträts bekannter und weniger bekannter Menschen der Opposition zeichnete und sie damit ehrte. Ihn bewegte weniger die Idee von Wiedergutmachung als Empathie, Mitfühlen mit ihrem Schicksal, dem Scheitern und ihrem vorzeitigen Tod.
Es wurden insgesamt 128 Porträtzeichnungen. Otto Quirin hat sie sich einzeln „erarbeitet“ und jeweils auf den Zeichnungen mit Empathie Befunde und Gedanken hinzugefügt, die ihm wichtig waren: die Vita des Porträtierten, seine Lebensdaten, seine Widerstandsfähigkeit, Gruppenzugehörigkeit, seine NS-Verfolgung, sein Schicksal.

Eine Auswahl dieser Porträts wird vom 13. – 31. Januar im KunstRaum zu sehen sein. Mit dabei Bilder von den Geschwistern Scholl und den Grafen von Stauffenberg.

Der Eintritt ist frei.