***Fällt leider aus!***Himmel – Lyrischer Abend mit Musik für Wislawa Szymborska

***Fällt leider aus!***Himmel - Lyrischer Abend mit Musik für Wislawa Szymborska Datum/Zeit
11.3.2022
19:30
iCal
0

Veranstaltungsort
Eine-Welt-Kirche


Ein lyrischer Abend mit Musik für Wislawa Szymborska

Interpretinnen: Claudia Scholl, Schauspielerin & Ilona Thor, Saxophon
Kennen Sie Wislawa Szymborska (1923 – 2012) ? Nein?!
Dann wird es höchste Zeit, mit ihrer fein- und tiefsinnigen, hochbrisanten Lyrik Bekanntschaft zu schließen, die mitten ins Herz trifft und federleicht den Geist befügelt. „Mozart der Poesie“, „die Erste unter den Lyrikerinnen ihrer Generation“, nennt sie das Komitee, das ihr 1996 den Nobelpreis für Literatur verleiht. Sie war die bedeutendste Lyrikerin in Polen, deren Werk zur Nationalliteratur gerechnet werden kann. Anfang der 50-iger Jahre stand ihr Werk noch ganz im Zeichen des Sozialistischen Realismus. 1957 gelang ihr dann der Durchbruch zur eigenen Ausdrucksform, die geprägt ist von Zweifel und Ironie. Ihre rund 350 Gedichte wurden inter-national verbreitet und in 40 Sprachen übersetzt. Sie erhielt in den 90 -iger Jahren in Deutschland den Goethepreis und den Herder Preis. Ihre Lyrik gilt als selbstironisch, subtil, humorvoll, schlicht und frei von Illusionen. Gedichte, die die Zeit anhalten.
Die drei seltsamsten Worte
Sag ich das Wort „Zukunft“
Ist seine erste Silbe schon Vergangenheit
Sag ich das Wort „Stille“
Vernichte ich sie.
Sag ich das Wort „Nichts“
Schaffe ich etwas, das in keinem Nichtsein Raum hat.
Wislawa Szymborska – Gedichte, die die Zeit anhalten
Claudia Scholl
Seit 2000 ist Claudia Scholl im Freien Theater tätig und hat dabei in Ensemble-Produktionen mitgewirkt und mit erfolgreichen Uraufführungen von Solotheaterstücken wie u.a. „Trotz allem steht der Baum voll Blüte – Das unartige Lächeln der Isabelle Scholl“, Die Grenzgängerin“ und „Ertrunken in der Wüste“ von sich Reden gemacht. Die Schauspielerin, Autorin und Regisseurin spielte Arthur Schnitzlers „Fräulein Else“ genauso wie die „Sie“ in Ernst Jandls „Aus der Fremde“..
Claudia Scholl erhielt Engagements u.a. mit „dem Weibsteufel“ im Theater der Keller, Köln und der Wera in „Zwei auf einer Bank“ im Studio Theater Stuttgart. Sie erhielt ein Stipendium am Künstlerhaus Edenkoben in der Pfalz für das Schreiben eines Theaterstückes über Isabelle Eber-hardt. Es folgte ein Projekt mit der Kammerphilharmonie Bremen, in dem sie als Sprecherin mit den „Chansons de Bilitis“ im Sendesaal von Radio Bremen auftrat.
2012/16 arbeitete sie mit der EuropaChorAkademie Bremen zusammen und führte Regie bei Musiktheaterprojekten. 2016/2020 gastierte sie mit einer Szenischen Lesung: Paris.Rilke.Paris, in Zusammenarbeit mit dem Musiker Thomas Schacht im Focke Museum, im Atelier des Künstlers Achim Bauer in Eichstätt und in der Landeskirche Hannover und in der Waldkulturscheune, Freiburg.u.a. im Focke Museum, Bremen.
Ilona Thor


Warum Saxophon? Das Saxophon hat ein hohes Maß an Ausdrucksstärke, vergleichbar mit der menschlichen Stimme. Man kann jeden einzelnen Ton individuell verändern. So sind der Gestaltung und der Interpretationen keine Grenzen gesetzt. Der Atem gibt dem Ton die Seele.
Ilona Thor studierte ab 2009 Saxophon in Bremen und später in Hamburg. Als Dozentin unterrichtet sie an verschiedenen Musikschulen u. Staatlichen Schulen in Niedersachsen und Bremen für alle Altersklassen die Instrumente Alt-Saxophon, Sopran-Saxophon, Klarinette, Flöte. Vor der Gründung ihres eigenen Trios Sax & Friends, mit dem sie immer wieder in unterschiedlichen Besetzungen auf der Bühne steht, spielte sie u.a in der Big-Band Bremen, No Name Orchester (P.Gerant), Tango-Orchester (J.Solaris), Seaport Hot Jazz Orchestra und vielen weiteren Formationen.
Wislawa Szymborska – Gedichte, die die Zeit anhalten

Eintritt  VVK  10 €  AK  12 €