Maik Pagels präsentiert „Adolphe Sax“

Datum/Zeit
13.11.2019
20:00
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Veranstaltungsort
Kino in der KulturStellmacherei


Maik Pagels führt einen Abend lang ein in die Welt der Musik.

Der Walsroder Rundfunkredakteur Maik Pagels möchte Menschen aller Altersklassen für Musik begeistern – dies nicht nur über seine beruflichen Tätigkeiten bei Radio Bremen, sondern auch direkten Kontakt mit Interessierten.

Maik Pagels volontierte beim niedersächsischen Privatrundfunksender radio ffn und war dort lange Zeit als Musikredakteur tätig. Heute ist er Musikredakteur bei der öffentlich-rechtlichen ARD-Rundfunkanstalt Radio Bremen, nebenbei kennt man ihn als DJ und Bühnenmoderator. Seine Leidenschaft ist die Musik in ihrer gesamten Bandbreite – vom Barock bis heute, von Klassik über Jazz bis Pop. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Vermittlung der klassischen Musik und der Gewinn neuer Musikliebhaber.

Im Jahr des Saxophons nimmt Maik Pagels Adolphe Sax ins Visier, der am 6.11. Geburtstag hätte.

                                                                                 Altsaxofon von Adolphe Sax

Adolphe Sax, eigentlich Antoine Joseph Sax, (*6. November 1814 in Dinant, † 7. Februar 1894 in Paris) war ein belgischer Erfinder, Instrumentenbauer und Musiker; er war der Entwickler der Saxhörner und des Saxophons.
Adolphe Sax war eines von elf Kindern. Familie Sax zog 1835 nach Brüssel, wo der Vater Charles Joseph Sax, ein Kunsttischler, eine Instrumentenbauwerkstatt eröffnete. Adolphe besuchte das Brüsseler Konservatorium und studierte dort Flöte, Klarinette, Gesang und Harmonie. Seine erste selbstständige Arbeit als Instrumentenbauer in der Werkstatt seines Vaters war die Vervollkommnung von Klarinette und Bassklarinette (Patent 1838).
Ohne Mittel (sein Vater verbrauchte viel Geld durch seine Experimente und wurde mehrmals von der Regierung unterstützt) begab er sich 1842 nach Paris; als einzige Empfehlung nahm er ein Exemplar eines von ihm entwickelten völlig neuen Instruments, des Sopran-Saxophons mit und erregte bald die Aufmerksamkeit verschiedener Persönlichkeiten des Pariser Musiklebens.
Sax baute nun das Saxophon in acht verschiedenen Größen (Sopranino, Sopran, Alt, Tenor, Bariton, Bass, Kontrabass, Subkontrabass). Seine Erfahrungen, besonders die seines Vaters bezüglich der besten Resonanz der Röhren, übertrug er sodann auf die Konstruktion der Trompeten, Hörner, Tuben etc. und gab diesen in ihrer neuen Gestalt die Namen Saxtombra, Saxhorn, Saxtuba etc., die als „Familie der Saxhörner“ bekannt wurden. Auch baute er im Auftrage Guiseppe Verdis mehrere Aida-Trompeten.
Am 21. März 1846 erhielt Sax in Frankreich ein Patent und gelangte so schnell zu großer Berühmtheit; seine Instrumente wurden besonders in der französischen Militärmusik eingeführt. Die Originalität seiner Verbesserungen wurden von neidischen Konkurrenten, denen er den Rang ablief, vielfach angefochten; doch fielen die gerichtlichen Entscheidungen immer zugunsten von Sax aus. Seine Werkstatt mit zeitweilig 100 Mitarbeitern soll über 20.000 Instrumente gebaut haben. Ein dauerhafter wirtschaftlicher Erfolg war Adolphe Sax hingegen nicht vergönnt: Er musste mehrfach Konkurs anmelden und starb verarmt.
Sax wurde 1857 Saxophon-Lehrer am Pariser Konservatorium (diese Stelle wurde 1871 aus Geldmangel eingestellt und erst 1942 wieder von Marcel Mule neu besetzt). Er gab außerdem eine Schule für das Saxophon-Spiel und die von ihm erbauten Instrumente heraus. Ab 1858 war Sax Direktor des Bühnenorchesters der Pariser Oper.

Maik Pagels großer Liebe zur klassischen Musik werden wir wieder einen wunderbar unterhaltsamen und kurzweiligen Abend rund um das Saxophon zu verdanken haben.

Eintritt  VVK  6  €  AK  8  €