Gesche Gloystein gewinnt den 5. Schneverdinger Online Poetry Slam

Gesche Gloystein gewinnt den 5. Schneverdinger Online Poetry Slam und bedankt sich beim Kulturverein für die Ausrichtung dieses besonderen Formats in diesen besonderen Zeiten.
Neben der Tatsache, dass auf diese Weise überhaupt kultureller Austausch stattfinden kann, betont sie den großen Vorteil, dass Teilnehmer*innen nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland  ja sogar aus ganz Europa dabei sein können. So präsentierte Jan Diringer die Sicht und Träume eines Mutbürgers, der jetzt lebt und die Veränderung in seinem eigenen Leben selber gestaltet sogar von der griechischen Insel Kreta.

Die für ihre plattdeutschen Texte bekannte Hobbyschreiberin Gloystein aus dem Emsland präsentierte der Jury an diesem Abend zwei hochdeutsche Geschichten. Ihre Motivation beim Schreiben ist die Spiegelung ihrer Gedanken durch die Bewertung durch die Jury. Sie hat sich die Frage der Dankbarkeit in Zeiten der Pandemie gestellt und schreibt über Hoffnung, welche für sie schwarz ist. Im Finale hält sie ein Plädoyer für die introvertierten Menschen unter uns und bittet die „Lauten“, sich auch mal in Ruhe zu versuchen.

Moderiert wurde der 5. Online-Slam von der 21 jährigen Thea Terjung aus Schneverdingen, die wiederholt locker und beschwingt durch den Abend führte. Sie stellte inspirierende Fragen nach dem Grund des Schreibens und kokettierte mit Jury, Publikum und Band gleichermaßen. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Benni Ziel und Jan Lohmann von der Schneverdinger Band „Goodwill Intent“. Sie boten dem Publikum eine breite Auswahl ihres Repertoires von Eigenkompositionen bis hin zu Coverversionen von den Beatsteaks und Johnny Cash.

Nach dem bereits 5. Online Slam legt der Kulturverein vorerst eine kreative Pause ein und startet frühestens im Herbst wieder mit dem beliebten Format. Strategisch steht der Entschluss fest, in Zukunft zumindest Hybridveranstaltungen weiter anzubieten.